Gleichstellung und Chancengleichheit der Geschlechter

ein Dauerthema auch in der Justiz

Die gleichstellungsspezifische Schieflage in der Gesellschaft macht vor der Judikative nicht Halt. Wie auch in der übrigen Arbeitswelt sind im Richterdienst Frauen in Spitzenämtern deutlich unterrepräsentiert - und das obwohl sie im Eingangsamt seit vielen Jahren die Mehrheit stellen. Die NRV hat verschiedentlich auf diese Problemlage hingewiesen und sich für mehr Chancengleichheit von Frauen eingesetzt, wie die nachstehende Auswahl zeigt.

Die Thematik wird vom Bundesvorstand begleitet.

 

Ausgewählte Inhalte betreffend Gleichstellung und Chancengleichheit

18.10.2012 | Bundesvorstand

Frauen an die Bundesgerichte

Bu Vo-2012-10-18 Anschreiben Bundesrichterwahl

Aus Anlass der anstehenden Wahlen zur Nachbesetzung von Vakanzen bei den obersten Bundesgerichten wandte sich der Bundesvorstand an die Mitglieder des Bundesrichterwahlausschusses,

um dafür zu werben, den Frauenanteil an den Bundesgerichten zu erhöhen. Das Schreiben und die eingegangenen Antworten darauf veröffentlichen wir anliegend.

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28.03.2012 | Bundesvorstand

Bundesrichterwahl 2012 - diesmal mit angemessenem Frauenanteil?

Bu Vo-2012-03-28 Bundesrichterwahl Frauenanteil

Am morgigen Donnerstag, den 29. März 2012 wird sich zeigen, ob die von Mitgliedern des Richterwahlausschusses abgegebenen Beteuerungen, mehr Frauen in die höchsten Richterämter berufen zu wollen, ernst gemeint war oder ob es auch hier an der Zeit ist, eine gesetzliche Frauenquote einzuführen.

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11.11.2011 | Bundesvorstand

Frauen in die Roten Roben

Offener Brief des Bundesvorstandes der NRV

24.03.2011 | Bundesvorstand

Gleichstellung macht auch vor der Richterwahl nicht halt

Am 8. März 2011 jährte sich zum 100. Mal der Internationale Frauentag. Seit 100 Jahren also kämpfen Frauen bereits für gleichen Lohn und gleiche berufliche Chancen.

Mittlerweile ist die Gleichstellung von Frauen und Männern grundgesetzlich verbürgt und der Staat ausdrücklich verpflichtet, ihre Durchsetzung zu fördern.
Am 17. März 2011 wählt der Richterwahlausschuss 18 neue Richterinnen und Richter zu den Bundesgerichten. Darunter befinden sich ganze drei Frauen.

"Während die Bundesregierung vollmundig eine bessere Beteiligung von Frauen in Spitzenpositionen der Wirtschaft anmahnt, scheint entsprechendes für die Justiz nicht zu gelten. Anlass genug, die Bundesjustizministerin und die Mitglieder des Richterwahlausschusses in einem Offenen Brief noch einmal daran zu erinnern, dass das Gleichstellungsgebot auch vor der Richterwahl nicht haltmacht," so Christine Nordmann, Sprecherin der Neuen Richtervereinigung.

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23.03.2011 | Bundesvorstand

Offener Brief

Frauenquote an Bundesgerichten

an die Bundesministerin der Justiz

Bu Vo-2011-03-23 Bundesrichterinnenwahl

Sehr geehrte Frau Ministerin,

mit Bedauern und zugleich mit Verwunderung hat die Neue Richtervereinigung das Ergebnis der letzten Richterwahlausschuss-Sitzung vom 17. März 2011 zur Kenntnis genommen: Im Jahr des 100. Internationalen Frauentages hat es die bundesdeutsche Politik geschafft, dass sich unter den 18 gewählten BundesrichterInnen nur drei Frauen befinden!

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