09.01.2012 | LV Schleswig-Holstein

nrv für Erhalt des Instituts für Sexualmedizin nrv für Erhalt des Instituts für Sexualmedizin

Dies ist in der Tat bundesweit völlig unverständlich und kann wegen der überragenden Bedeutung des Instituts und seines Leiters in keiner Weise hingenommen werden!

Prof. Brosinski entwickelte eine weltweit neuartige Methode zur Diagnose von Pädophilie mittels Magnetresonanztomographie. Darüber hinaus  behandelt er  entsprechend veranlagte Männer, bevor sie Sexualstraftaten begehen (“Kein Täter werden”). Im Lichte dieser absolut herausragenden Bedeutung im präventiven Bereich, aber auch, weil sich aus der vom Bundesverfassungsgericht geforderten Neuregelung des Rechts der Sicherungsverwahrung die Verpflichtung ergibt, forensische Gutachter und Therapeuten auszubilden, können die Einsparpläne in keiner Weise akzeptiert werden.

Dies gilt auch im Lichte der Sparnotwendigkeiten des Landes: Aufgrund der überragenden Bedeutung des Themas muss von der Landesregierung erwartet werden, dass die nach Pressemitteilungen bestehende Deckungslücke von jährlich 155.000 Euro geschlossen wird. Hierbei dürfen Zuständigkeitsstreitigkeiten – etwa zwischen Wissenschaftsministerium und Justizministerium – keine Rolle spielen.

Die NRV fordert deshalb ebenso wie die schleswig-holsteinische Strafverteidigervereinigung: Das Institut für Sexualmedizin in Kiel mit seinem herausragenden Leiter Prof. Brosinski muss erhalten bleiben!

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