01.09.2011 | FG Interkulturelle Kommunikation

Interkulturelle Kommunikation im Gerichtssaal

„Man kann nicht nicht kommunizieren“ – so lautet das wohl bekannteste, von Watzlawick stammende universelle Kommunikationsprinzip. Jedes Wort, jede Geste und jeder Blick beinhalten eine Bedeutung, die wir unserem Gegenüber vermitteln. Eine funktionierende Kommunikation ist Grundlage für eine erfolgreiche Verhandlung im Gerichtssaal. Wenn ein Verfahrensbeteiligter einen Migrationshintergrund hat, treffen vor Gericht die deutsche und die ausländische (Rechts-)Kultur aufeinander. Dann findet im Gerichtssaal nicht nur Kommunikation, sondern tatsächlich gelebte „interkulturelle Kommunikation“ statt. Aufgrund der kulturellen Vorprägung sind die Begriffe „Kultur“ und „Kommunikation“ untrennbar miteinander verbunden. Die Kommunikation wird interkulturell, sobald Sender und Empfänger einer Nachricht unterschiedlichen Kulturen angehören. Gegenstand der interkulturellen Kommunikation ist daher weniger der Vergleich von Kulturen, sondern die Interaktion zwischen Menschen unterschiedlicher Kulturen.

Dateien zum Download

zurück